E-Fuels: Wie die neue Anlageklasse unsere Welt verändert

E-Fuels: Wie die neue Anlageklasse unsere Welt verändert

Emissionsfrei, reichweitenstark und schnell betankt – so soll das Auto der Zukunft aussehen. Politik, Wissenschaft und Industrie wollen das Ende des Verbrennungsmotors bis 2035 und setzen auf alternative Antriebe wie die Wasserstoff-Brennstoffzelle. Die praktische Umsetzung einer Wasserstoff-Infrastruktur ist allerdings mit riesigen Herausforderungen verbunden. E-Fuels, wie Methanol, scheinen hingegen perfekt positioniert zu sein, um der Energieträger unserer Zukunft zu werden. Ein deutscher Automobilhersteller hat sich bereits auf Methanol spezialisiert und stellt Sportwagen her, die mit einer Methanol-Brennstoffzelle angetrieben werden.

Wasserstoff in der Theorie Topp – in der Praxis Flopp

Die Politik verkauft Wasserstoff als die Wunderwaffe im Kampf gegen die Klimakrise und gibt Milliardenbeträge für die nationale Wasserstoffstrategie aus. Doch können wir mit dem massiven Einsatz von „grünem“ Wasserstoff wirklich das Klima retten, oder werden momentan Milliardenbeträge in ein Fass ohne Boden versenkt?

Wir werfen ein Blick auf die Fakten:

  • Kein deutscher Hersteller hat ein Wasserstoff-Modell in der Pipeline, für das eine echte Massenproduktion geplant ist.
  • Mehrere Deutsche Automobilhersteller haben sich gegen Wasserstoff positioniert. Volkswagen-Chef Herbert Diess äußerte sich kürzlich vor der Financial Times folgendermaßen: „Sie werden keine Wasserstoffnutzung in Autos sehen. Nicht einmal in zehn Jahren, weil die Physik dahinter so unvernünftig ist.“
  • Eine ähnliche Meinung vertritt Tesla Gründer & CEO Elon Musk. Er äußerte sich jedoch in simpleren Worten und bezeichnete Wasserstoffautos als „unglaublich dumm“.
  • In Deutschland gibt es bisher nur 87 öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen.

Doch warum genau möchte die deutsche Autoindustrie dem verheißungsvollen Trend nicht folgen? 

Über die Gründe wollen wir uns einen kurzen Überblick verschaffen.

  • Bei normalem Umgebungsdruck hat ein Kilogramm Wasserstoff ein Volumen von über elf Kubikmetern und die Wasserstoff-Moleküle sind so klein, dass sie herkömmliche Werkstoffe durchdringen.
  • Wasserstofftanks müssen mit mindestens 700 bar Druck befüllt werden. Damit sie diesem Druck unter allen Bedingungen standhalten, sind die Tanks dickwandig und aus Verbundwerkstoffen gewickelt. Dies macht die Tanks schwer, groß und teuer.
  • Der Transport und die Lagerung sind sehr energieaufwendig, denn das Druck- und Volumen-Problem mit Wasserstoff beginnt nicht erst im Tank. Der Wasserstoff muss über die Straße zu den Tankstellen transportiert werden, da existierende Gaspipelines nicht verwenden werden können. Wasserstoff würde an jedem Ventil entweichen und der Stahl würde beschädigt werden.
  • Die speziell auf den Transport von Wasserstoff angepassten Lkw besitzen heute eine Kapazität von nur 1,1 Tonnen, die mit einem Druck von 500 Bar transportiert werden. Die Tankfüllung eines Wasserstoffautos beläuft sich auf ca. 5 Kg. Damit transportiert ein LKW lediglich 220 Tankfüllungen. Im Vergleich: Beim Benzin transportiert der gleiche LKW 654 Tankfüllungen (bei einem Tankvolumen von 55L).

Der entscheidende Vorteil des Wasserstoffautos gegenüber reinen Elektrofahrzeugen sollen die deutlich schnelleren Tankzeiten sein. Damit wird zumindest geworben. Der eigentliche Tankprozess ist mit 5-8 Minuten auch deutlich schneller als das Aufladen an einer Ladesäule. Doch vor einem zweiten Tankvorgang muss die Zapfsäule erst wieder genügend Druck aufbauen und dieser Prozess benötigt Energie und vor allem Zeit. An einer Wasserstofftankstelle können deshalb nur knapp sechs Autos pro Stunde betankt werden. Mit einem stolzen Preis von 1,5 bis 3 Millionen Euro erscheinen Wasserstofftankstellen daher nicht als optimale Lösung, um in Zukunft die gesamte Mobilität mit Treibstoff zu versorgen.

E-Fuels: Der Energieträger unserer Zukunft

E-Fuels sind momentan in aller Munde und auch global Player haben das Potential erkannt. Porsche und Siemens Energy gaben im Dezember eine Partnerschaft bekannt , mit dem Ziel die Entwicklung und die Nutzung von klimaneutralen E-Fuels zu forcieren.

Doch was genau sind E-Fuels?
Simpel ausgedrückt sind es gasförmige und flüssige Kraftstoffe, die aus erneuerbarem Strom produziert werden. Da E-Fuels grundsätzlich dieselben Eigenschaften wie die konventionellen Kraftstoffvarianten aufweisen, können bestehende Tankstellen, Pipelines, Frachter und LKW benutzt werden. Dies ist ein immenser Vorteil gegenüber der Elektromobilität und dem Einsatz von gasförmigem Wasserstoff.

Aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Methanols, scheint diese Form des E-Fuels besonders prädestiniert dafür zu sein, der Energieträger unserer Zukunft zu werden. Denn Im Gegensatz zu Wasserstoff und reinen Strom besteht bei Methanol kein Transport- oder Lagerproblem. Durch das flüssige Methanol können erstmalig auch entlegene regenerative Energiequellen dazu dienen, den Treibstoff für Fahrzeuge in der gesamten Welt bereitzustellen.

Quelle: Porsche.Newsroom 02/2020

Gumpert & die Methanol-Brennstoffzelle

Ein deutscher Automobilhersteller hat sich bereits auf E-Fuels spezialisiert und stellt Sportwagen her, die mit einer Methanol-Brennstoffzelle angetrieben werden. Gründer und Geschäftsführer dieses Unternehmens ist Roland Gumpert, ehemaliger Leiter von Audi Sport, Vertriebs- und Marketingvorstand des „VW-Audi Joint Venture China“ und Erfinder des Quattro-Antriebes. Mit echter deutscher Ingenieurskunst positioniert er Deutschland wieder einmal als Vorreiter in der Automobilbranche. Im nächsten Beitrag werden wir genauer auf die Methanol-Brennstoffzelle und die damit verbunden Revolution in der Mobilitätsbranche eingehen.

Anlegern bieten wir momentan die Chance diese Schlüsseltechnologien in Deutschland zu verankern und zu verhindern, dass diese ins Ausland abwandert. Wer mehr über dieses Investment erfahren will kann uns gerne ansprechen.