Machen Sie es wie Aristoteles Onassis | Teil 2

November 2020 | Im ersten Beitrag unseres Zweiteilers haben wir Ihnen den Werdegang des legendären griechischen Tankerkönigs Aristoteles Onassis vorgestellt. Sein Vorgehen des antizyklischen Investierens ist bis heute maßgeblich. Und wir kommen nicht umhin: Genauso ist das Vorgehen der Hamburger Reederei Vogemann, die bei der Verwendung des eingeworbene Kapitals aus dem Green Ship Token ebenso vorgeht. 

Wussten Sie, dass Aristoteles Onassis auch in Deutschland sehr aktiv war? In Hamburg war sogar die deutsche Niederlassung seines Imperiums. Und hier wurde tatsächlich gemeinsam mit ihm ein Stück Geschichte geschrieben. Wir haben mit einem Zeitzeugen gesprochen. Doch zunächst: 

Onassis und sein Wirken in Deutschland

Nach dem zweiten Weltkrieg trug Onassis deutlich zum Wirtschaftswachstum Deutschlands und zum Erfolg der deutschen Werften bei, denn er überhäufte sie geradezu mit Aufträgen. Mindestens 300 Millionen Mark ließ er bei den Howaldtswerken in Kiel und Hamburg und der A.G. Weser in Bremen. Dazu gehörte der Supertanker Tina Onassis, nach seiner ersten Frau Athina, der 1953 in Hamburg vom Stapel lief. Den Superlativ als größten Tanker der Welt trug die Tina Onassis jedoch nicht lang, denn schon ein Jahr später übertraf Onassis sich mit dem nächsten Supertanker. 

Über die Hälfte der deutschen Schiffsproduktion soll von Onassis’ Bauten in den 1950er Jahren abhängig gewesen sein. Hinzu kam, dass er auch im großen Stil deutsche Seeleute anheuerte und sie vor der Arbeitslosigkeit rettete. 

Dementsprechend häufig war er auch in Deutschland. Hamburger kennen möglicherweise die Villa Beit am schicken Harvestehuder Weg, an der unter anderem der berühmte Architekt Cäsar Pinnau Hand anlegte. Hier war einst der Sitz der deutschen Tochtergesellschaft von Onassis’ Reederei Olympic Maritime. Aristoteles Onassis selber war häufig in Hamburg und Stammgast im Hotel Vier Jahreszeiten an der Binnenalster.

In ebendiesem Luxushotel entstand auch dieses legendäre Foto. Es zeigt Aristoteles Onassis am Abend des 22. November 1963. Rechts von ihm steht Rudolf Botor, der damals als leitender Oberkellner für sämtliche Restaurants des Grand Hotels verantwortlich war. 

Aristoteles Onassis und Rudolf Botor im Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg

Der heute 91-jährige Botor erinnert sich noch sehr deutlich daran, wie dieses Foto entstand. Er schildert uns am Telefon: “Herr Onassis wurde in unsere Telefonzentrale gerufen, weil ein wichtiger Anruf für ihn einging. Ich begleitete ihn dorthin. Auf dem Rückweg von der Telefonzentrale zum Kleinen Festsaal informierte Onassis mich ergriffen über den Inhalt des Telefonats. Der US-Präsident John F. Kennedy sei erschossen worden. Im gleichen Atemzug bat er mich darum, mit niemandem darüber zu reden.”

Das Hamburger Abendblatt, das das Foto von Onassis und Botor veröffentlichte, schrieb “Diese beiden Männer wussten mehr”. Der Vorsprung hielt jedoch nicht lange an, denn die Meldung über Kennedys Tod ging umgehend um die Welt und lief über sämtliche Nachrichtenticker. Onassis’ Bitte wurde also schnell obsolet. 

Rudolf Botor, der später zum Wirtschaftsdirektor des Hotel Vier Jahreszeiten befördert wurde und bis zu seinem Ruhestand dort als Direktor für spezielle Projekte tätig war, hat Onassis als Stammgast über die Jahre häufig intensiv betreut. Er beschreibt ihn als angenehmen Gast, der, je nach Stimmung, teilweise sehr offen und zugewandt, teilweise aber auch sehr zurückgezogen sein konnte. Über Details schweigt Botor – ganz Grand Seigneur – auch nach all den Jahren jedoch. Diskretion ist eben Ehrensache. 

„Wer behauptet, mit Geld sei alles möglich, der beweist nur, dass er nie welches gehabt hat!“ 

Neben dem bisweilen nahbaren Hotelgast und ausgebufften Geschäftsmann Onassis steckte auch ein Privatmann mit einer ausgewiesenen Vorliebe für Jetset und Frauen. Hier war ihm das Glück allerdings nicht so hold. Der Name einer von ihnen – Maria Callas – fiel eben schon. Sie war der Grund für die Scheidung von seiner ersten Frau Athina, mit der er seine beiden Kinder Alexander und Christina bekam. Auch war sie ein Grund für die zahlreichen Besuche Onassis’ in Hamburg, denn zu ihren Konzerten in der Musikhalle (heute: Laeiszhalle) reiste er oftmals an. 

Für Schlagzeilen folgte seine anschließende Ehe mit Jacqueline “Jackie” Kennedy, der Witwe seines Freundes und oben ebenfalls bereits erwähnten US-Präsidenten John F. Kennedy. Eine Ehe, die jedoch mehr Geld kostete als Freude machte. Sie verprasse sein Geld, sagte Onassis einst und gab ihr den Spitznamen “Supertanker”, weil sie teurer war als ein Schiff. 

Die Ehe war 1975 am Ende. Doch noch bevor Aristoteles Onassis die Scheidung vollenden konnte, verstarb er am 15. März 1975 in Paris. Die offizielle Todesursache war eine Lungenentzündung. Einen großen Anteil daran hatte allerdings vermutlich auch der Tod seines Sohnes Alexander 1973, den er nie überwand – ebenso wie seine erste Frau Athina, die sich bereits 1974 das Leben nahm. Auch ihrer gemeinsamen Tochter Christina war kein langes Leben beschert. Sie starb 1988 im Alter von 47 Jahren nach jahrelangem Medikamentenmissbrauch. Wer bleibt, ist seine Enkelin Athina, die mit ihrem 18. Geburtstag das Milliardenerbe der Familie antrat, jedoch als erfolgreiche Springreiterin keine Ambitionen hegt, das Vermächtnis ihres Großvaters fortzuführen. 

Wenn auch die Ära Onassis abgeschlossen ist – an der Ära Vogemann können Sie noch teilhaben und sich mit dem Green Ship Token am antizyklischen Investment der Hamburger Reederei beteiligen. Schreiben Sie also Ihre eigene Geschichte! Übrigens: Auch Direktinvestments sind möglich, kontaktieren Sie uns gern.