Schiffsinvestment: So errechnet sich das Profit Sharing beim Green Ship Token

Schiffsinvestment: So errechnet sich das Profit Sharing beim Green Ship Token

April 2021 | Das Profit Sharing wird im Zusammenhang mit dem Green Ship Token der Hamburger Reederei Vogemann zwar immer mit erwähnt, doch welches Potenzial steckt wirklich dahinter? In unserer indikativen Break-Even-Analyse rechnen wir vor, wie schnell eine solche Gewinnbeteiligung erreicht wird und wie lukrativ sie ausfallen kann.

Profit Sharing als attraktive Variable – und klare Motivation

Die Gewinnbeteiligung stellt ein echtes Benefit dar, das zusätzlich zu den 8 Prozent Zinsen greift, die der Green Ship Token ohnehin schon bietet. Das liegt nicht nur an der zusätzlichen Rendite, sondern auch an der zusätzlichen Motivation des Vogemann-Management, gewinnorientiert zu handeln: Bei entsprechendem wirtschaftlichen Erfolg werden die Gewinne zu gleichen Teilen zwischen Emittentin und Anlegern aufgeteilt. Sprich: Wenn Vogemann 12 Prozent einfährt, teilt das Unternehmen nach Abzug der Verzinsung von 8 Prozent die verbleibenden 4 Prozent mit seinen Investoren. Welches Management würde bei einer solchen Konstellation nicht versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen? 

Basis 1: Die Kostenstruktur

Beginnen wir bei den Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Schiffes – in diesem Falle: eines Handysize-Bulkers  – entstehen. Wir gehen dabei von einer Inbetriebnahme von vier Jahren aus. Ein Schiff fährt natürlich länger, aber in diesem Fall sind vier Jahre eine realistische Zeitspanne, da Vogemann die Schiffe voraussichtlich nach Ablauf dieser Frist gewinnbringend veräußert. 

Dazu gehören die

  • Betriebskosten (Operational Expenditures/Opex), sprich laufende Kosten für Treibstoff, Personal, Energie etc. 
  • Inspektionskosten/Trockendock: Auch ein Schiff muss turnusmässig zur Inspektion. Diese Kosten haben wir umgerechnet.
  • Verwaltung: Hierunter fallen Admin- und Managementkosten

Die Kosten variieren jährlich.

Außerdem fallen Kosten aus der Finanzierung an:

  • Zinsen
  • Kredittilgung 
  • Kommission 
  • Dividendenzahlung

Bis auf die Aufwendungen für Tilgung und Dividendenzahlung variieren diese Kosten ebenfalls.  

Basis 2: Die Charterraten

Dagegen stellen wir die Einkünfte, also die Charterraten. Dabei gehen wir von jährlich steigenden Charterraten aus, beginnend bei 12.000 US-Dollar/Tag bis hin zu 15.000 US-Dollar/Tag. Zur Orientierung: Die Charterraten liegen aktuell bei 16.300 US-Dollar und haben sich seit Januar 2021 um 60Prozent gesteigert (Stand 22. April 2021). Wir arbeiten hier also mit realistischen Zahlen.

Wie der Grafik zu entnehmen ist, ist Break Even im ersten Jahr bereits bei 11.308 US-Dollar erreicht. Der Anteil, der ins Profit Sharing fließt, liegt also bei 692 US-Dollar. 

Das ändert sich in den kommenden Jahren mit steigenden Charterraten exponentiell. In Jahr 4 mit einer prognostizierten Charter von 15.000 US-Dollar liegen wir bereits bei einem Anteil von 3.513 US-Dollar. 

Die Grafik zeigt die Kosten sowie die Charterannahmen und das daraus resultierende Profit Sharing

 

Wie kommen die Annahmen der steigenden Charterraten zustande?

Dafür gibt es vor allem drei maßgebliche Gründe:

  • Bulker transportieren weltweit benötigte Rohstoffe. Selbst in Pandemie-Zeiten werden Forstprodukte, Getreide, Stahl, Erze & Co benötigt. Wir sehen hier also einen Bedarf, der keinesfalls sinken, sehr wahrscheinlich durch das anziehende Wirtschaftswachstum auch in der produzierenden Industrie steigen wird
  • umweltfreundliche Bulker wie die Green Dolphins von Vogemann erzielen schon heute deutlich höhere Charterraten als der weit überwiegende Teil der entsprechenden Schiffe. Sie sparen 30 bis 50 Prozent Treibstoff im Vergleich zu einem durchschnittlichen Bulker ihrer Klasse. Das führt zu einer jährlichen Kostenreduzierung von rund 600.000 US-Dollar. Außerdem können sie aufgrund ihrer geringen Emissionswerte mit unverminderter Geschwindigkeit fahren, während Schiffe mit schlechteren Ausgangswerten ihr Tempo massiv reduzieren müssen, um CO2 einzusparen. 
  • Der dritte Grund basiert auf Angebot und Nachfrage: Über 570 der weltweit insgesamt rund 3.800 Handysize-Bulker der weltweiten Flotte sind 20 Jahre alt und älter. Sie werden in den kommenden Jahren verschrottet. Weitere 1.400 in den Altersklassen 10 bis 20 Jahre sind ebenfalls Wackelkandidaten. Sie müssten dringend umgerüstet werden, um den kommenden Umweltschutzauflagen der International Maritime Organisation zu genügen. Ob das rentabel ist? Wohl kaum. Hier droht als eine Verknappung am Markt, die durch die geringen Neubaubestellungen bei weitem nicht aufgefangen wird. 

Lesen Sie dazu auch: Verknappung als Chance: Wie Sie durch antizyklisches Investieren von schrumpfenden Flottengrößen profitieren können 

Sie sehen: Es gibt zahlreiche Gründe, in die grüne Zukunft der Schifffahrt zu investieren. Sichern Sie sich noch heute Ihre Zinsen und Ihren Anteil am Profit Sharing – das Investment in den Green Ship Token ist bereits ab 1.000 US-Dollar möglich.