Green Shipping | Teil 1: Kohlendioxid unter die Lupe genommen

Green Shipping | Teil 1: Kohlendioxid unter die Lupe genommen

August 2020 | Der aktuelle Green Deal der Reederei Vogemann trägt zu einer nachhaltigeren, umweltschonenden Schifffahrt bei. Ein Aspekt, der den Green Ship Token als Green Deal qualifiziert, sind Kohlendioxid-Emissionen. Hier positioniert sich das Hamburger Traditionsunternehmen bereits als Vorreiter in seiner Branche.

 

Wenn über Treibhausgase gesprochen wird, ist zumeist die Rede von Kohlendioxid (CO2). Tatsächlich macht dieses Gas den Großteil des Treibhauseffektes aus. Es entsteht vor allem bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas – also bei der Strom- und Wärmeerzeugung, im Verkehr und in der Industrie. Der Verkehr ist dabei gar nicht der größte Verursacher aus. Und schon gar nicht die Schifffahrt, vor allem, wenn man die Menge der transportierten Waren ins Verhältnis mit den Emissionen setzt. Flugzeuge oder LKW stoßen beispielsweise deutlich mehr Schadstoffe aus – und haben dabei pro Flug viel weniger Fracht dabei als ein Handelsschiff –, wie diese Grafik zeigt. Was daraus außerdem hervorgeht: Green Dolphins, also das Design, auf das die Reederei Vogemann setzt, zeichnet sich durch noch einmal erheblich reduzierte Werte aus.

 

Grafik Vergleich CO2Emissionen unterschiedlicher Transportmittel

 

Der Anteil der Schifffahrt an den weltweiten CO2-Ausstößen nimmt sich dementsprechend vergleichsweise gering aus:

 

Grafik zeigt den Anteil der Schifffahrt an den globalen Kohlendioxidemissionen

Dennoch gilt es natürlich zu reagieren, denn Klimaschutz geht uns alle an. 

EEDI: CO2 im Visier

Der Indikator, der für die Steigerung der Energieeffizienz auf Schiffen sowie zur Senkung der Emissionen von CO2 in diesem Bereich gilt, nennt sich Energy Efficiency Design Index (EEDI). Er gibt die spezifische CO2-Emission in Gramm pro Tonne Ladung und gefahrene Seemeile an.

Das Ziel: Die CO2-Emissionen des internationalen Seeverkehrs bis 2030 um mindestens 40 % zu senken und bis 2050 um 70 % gegenüber 2008 zu senken. 

Für alle seit dem 1. Juli 2015 in Dienst gestellten Schiffsneubauten muss der EEDI verbindlich berechnet werden, wobei die CO2-Minderungsvorgaben in vier Phasen (0 bis 3) eingeteilt wurden. Seit Anfang 2020 bis zum 31.12.2024 befinden wir uns in Phase 1, in der die Reduktion mindestens 10 Prozent betragen muss. Danach gilt für weitere vier Jahre Phase 2 mit einer Minderung um mindestens 20 Prozent. Ab 1.1.2029 greift dann Phase 3, in der die Minderung bei mindestens 30 Prozent liegen muss. 

Vogemann erfüllt als einzige Reederei schon heute die Anforderungen für 2029

Sich nach diesen Maßgaben zu richten, sollte selbstverständlich sein – und ist es für Vogemann auch. Der Kampf gegen den Klimawandel ist wahrscheinlich die größte Herausforderung für die Menschheit in diesem Jahrhundert. Bei Vogemann sehen sich nicht nur die handelnden Personen privat, sondern auch das Unternehmen selbst den Klimazielen des Abkommens von Paris verpflichtet.

Bereits vor Jahren hat sich die Reederei Vogemann daher entschieden, die Flotte entsprechend in Richtung hochmoderner, energieeffizienter und emissionsarmer Tonnage um- und auszubauen:

  • Die beiden von Vogemann in Auftrag gegebenen und 2017 abgelieferten 38.000 dwt „eco“ Handysizebulker Neubauten erfüllen die EEDI Phase 2 Norm
  • Die beiden von Vogemann in Auftrag gegebenen und 2019 abgelieferten 40.000 dwt „Green Dolphin“ Handysizebulker Neubauten “Voge Sophie” und “Sea Eagle” erfüllen bereits die EEDI Phase 3 Norm. Sie sind dem Markt in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz also zehn Jahre voraus. Übrigens als weltweit einzige Schiffe dieser Klasse. 
  • Sie bekommen allerdings bald Konkurrenz – wenn auch aus den eigenen Reihen: Eine Ende 2019 von Vogemann in Auftrag gegebene Serie von Schiffen der nächsten „Green Dolphin“ Generation wird ebenso die EEDI Phase 3 Norm erfüllen

Neben CO2 gibt es noch weitere Treibhausgase. Was sie bewirken und was den Treibhauseffekt ausmachen, lesen Sie hier. In einem weiteren Teil geht es um Schwefeloxid-Emissionen. Zur Einleitung der Serie gelangen Sie hier