Verknappung: Durch antizyklisches Investieren von schrumpfenden Flotten profitieren

Verknappung: Durch antizyklisches Investieren von schrumpfenden Flotten profitieren

April 2021 |Ein Schiff wird kommen? Vielleicht nicht mehr lange. Den globalen Schiffsflotten droht eine dramatische Verknappung. Was im Marketing oftmals künstlich als Strategie benutzt wird, entpuppt sich in der Schifffahrt als Realität und kann zum ernstzunehmenden Problem werden. 

Die rege Handelstätigkeit auf den Second-Hand-Märkten zeigt zwar Bewegung, löst aber nicht das Problem. Denn schrumpfende Flotten können ernsthafte Auswirkungen auf die Versorgung der Weltbevölkerung haben. Investitionen in neue Schiffe bieten einen klaren Wettbewerbsvorteil. Welche Rolle der Umweltschutz dabei spielt und wie Sie als Investor davon profitieren können, erfahren Sie hier. 

Weltweit werden etwa 90% der Güter über den Seeweg gehandelt. Rund ein Drittel davon entfällt auf Massengutfrachter, sogenannte Bulker. Sie transportieren mehr als 5 Milliarden Tonnen Fracht pro Jahr, Anders als bei Containerschiffen folgt die Route der Bulker ihrer Ware – sie fahren dort hin, wo sie gebraucht werden. Und so holen sie Kohle aus Australien und Indonesien. Verladen Erze aus Brasilien und Südafrika. Bringen Getreide von der Ostküste Südamerikas oder Düngemittel aus Marokko. Versorgen die weltweite Aluminiumproduktion mit dem Rohstoff Bauxit unter anderem aus Jamaika. Zement, Stahl- oder Forstprodukte – so gut wie alle Gegenstände unseres täglichen Bedarfs – waren in irgendeiner Form an Bord eines Bulkers. 

Rege Nachfrage auf dem Bulkermarkt 

Dabei ist die Klasse der Handysize-Bulker besonders flexibel im Einsatz. Aufgrund ihrer Größe und technischen Ausstattung können diese Schiffe nahezu überall anlegen. Sie sind derzeit überaus begehrt:

Auf dem Second Hand-Markt für Massengutfrachter kündigt sich bereits jetzt, zu Beginn des zweiten Quartals, ein Rekordjahr an. Konkret haben 2021 bisher 279 gebrauchte Massengutfrachter den Eigentümer gewechselt, so die Schifffahrtsorganisation Bimco auf shippingwatch.com. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 wurden insgesamt 794 gebrauchte Massengutfrachter gehandelt. 

Dass der Markt in Bewegung kommt, ist ein gutes Zeichen. Doch es löst das eigentliche Problem nicht. Denn viele der Schiffe, die gehandelt werden, gehören mittlerweile zum “älteren Eisen” und damit zu einer aussterbenden Spezies. 

Alter und Emissionswerte sind Ausschlusskriterien

Ein Überblick über den Gesamtmarkt zeigt:

Derzeit sind rund 3.800 Bulk Carrier der Handysize-Klasse auf den Weltmeeren unterwegs. 

Das dürfte sich in naher Zukunft deutlich verändern:

  • 572 Schiffe davon sind 20 Jahre alt und älter. Auch ein Schiff hat nur einen begrenzten Lebenszyklus und wird irgendwann verschrottet. Zum Vergleich: Im letzten Quartal 2020 lag das durchschnittliche Alter zum Zeitpunkt der Verschrottung bei 27,6 Jahren. 
  • Auch bei den Schiffen in den Altersklassen 10 bis 15 Jahre sowie 15 bis 20 Jahre drohen Einschnitte. Sie entsprechen nicht den kommenden Anforderungen der International Maritime Organisation (IMO) hinsichtlich des Umweltschutzes. Galten die bisherigen Emissionsanforderungen der International Maritime Organisation (IMO) bislang nur für Neubauten, bezieht die im vergangenen Jahr beschlossene Verschärfung nun explizit auch die Bestandsflotte mit ein. Der neue EEXI (Energy Efficiency Existing Ship Index) verpflichtet nahezu die gesamte fahrende Welthandelsflotte, ihre gegenwärtigen CO2-Emissionen von 2023 an je nach Schiffstyp um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Fast 90 Prozent der weltweiten Handysize-Bulker entsprechen diesen Maßgaben bislang nicht. Auch die Höchstgrenzen an Brennstoffverbrauch, Schwefelgehalt des Treibstoffs sowie die Verpflichtung zur Installation eines Ballastwasseraufbereitungssystems werden viele Reedereien stark belasten. 
  • Umrüstungen sind sehr teuer und werden sich je nach Alter der Schiffe nicht amortisieren. Doch Schiffe mit hohem CO2-Ausstoß werden in Zukunft finanzielle Nachteile und bestimmte Häfen nicht mehr anlaufen dürfen. Hier könnten also schon bald weitere 1.483 Schiffe ausfallen. 

Grafik zur weltweiten Handysize-Bulker-Flotte zeigt Verknappung

Neubaubestellungen können die Verknappung nicht ausgleichen

Nun sollte man annehmen, dass vor diesem Hintergrund die Anzahl der Neubaubestellungen hochschnellen sollte. Doch genau das tut sie nicht. Das macht die Verknappung noch dramatischer. 

  • Gerade mal 105 Handysize-Bulker sind momentan zur Auslieferung in diesem Jahr vermerkt. 
  • Die Neubaubestellungen für Auslieferungen im kommenden Jahr liegt bei 28 Schiffen, 2023 derzeit sogar nur bei einem Schiff. 

Zahlen wie diese stellen ein Allzeit-Tief dar. Und das, obwohl die Neubaupreise derzeit so niedrig sind wie zuletzt 2008!

Grafik Neubestellungen Handysize-Bulker gleichen Verknappung nicht aus

Sprich:

Die Flotte schrumpft. Doch die Nachfrage bleibt mindestens konstant, wenn sie sich nicht sogar eher steigert.

Folgen der Verknappung können immens sein

Doch inwiefern kann es uns alle betreffen, wenn die Versorgung mit Rohstoffen durch mangelnde Transportmöglichkeiten gefährdet wird? Nun: Ein Versorgungsengpass kann ganze Wertschöpfungsketten lahmlegen und enormen Schaden verursachen. 

Ein aktuelles Beispiel ist die derzeitige Rohstoffknappheit auf dem deutschen Holzmarkt. Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) warnte kürzlich davor, dass Palettenproduzenten und andere Hersteller von Holzverpackungen schon in Kürze nicht mehr ausreichend produzieren könnten. 

Ausfuhren nach China und in die USA hätten die Verfügbarkeit von Holz in den vergangenen Monaten drastisch verschärft. Einzelne Schnittholzsortimente und Holzwerkstoffe, wie Sperrholz und bestimmte Spanplatten, seien derzeit kaum verfügbar. Daraus können spürbare Beeinträchtigungen für den gesamten Warenverkehr resultieren, die auch den Lebensmittelbereich, die Chemieindustrie oder den Maschinen- und Anlagenbau betreffen können. 

Die Lösung: Investitionen in umweltfreundliche Schiffe sind gefragter denn je

Die Investitionspolitik der Hamburger Reederei Vogemann beugt diesen Missständen vor. 

Seit 2015 hat Vogemann eine Reihe von Neubaubestellungen für hocheffiziente und umweltfreundliche Handysize-Bulker wie die Green Dolphins aufgegeben. Alle diese Neubauten überzeugen durch eine hervorragende Kombination aus erhöhter Energieeffizienz und reduzierten Emissionswerten. Die Reederei weiß: Was gut für die Umwelt ist, erhöht zugleich den Druck auf die Schiffsbetreiber nur noch ihre effizientesten Schiffe im Markt einzusetzen. 

Und genau solche effizienten Schiffe hält Vogemann vor:

  • Weltweit erfüllen nur zwei von rund 2.700 Handysize-Bulkern zwischen 22.000 und 42.000 ts Tragfähigkeit bereits heute die Anforderungen an den CO2-Ausstoß von Neubauten von 2029. Beide sind Vogemann-Neubauten. 
  • Weitere vier neue Green Dolphins wurden bereits bestellt.
  • Darüber hinaus wird über den Vogemann Green Ship Token und über Direktinvestments Geld eingeworben, um die Flotte auch darüber hinaus um emissionsarme Bulker zu erweitern.
  • Neben Neubauten stehen auch Massengutfrachter mit einer Tragfähigkeit zwischen 30.000-70.000t (Handysize – Supramax/Ultramax-Größe) mit einem Alter von bis zu zehn Jahren und niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten auf der Einkaufsliste.

Mehr Effizienz ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Gewinn

Die Strategie der Vogemann-Flotte mit umweltfreundlichen Bulkern geht auf. Die Schiffe emittieren schon heute über 30 Prozent weniger CO2 als durchschnittliche Handysize-Bulker. Andere Schiffe werden die Geschwindigkeit erheblich drosseln müssen, um auf die geforderten Werte zu kommen. Die Vogemann-Bulker verbrauchen auch bei einer Geschwindigkeit von 12 Knoten nur 15 Tonnen Treibstoff pro Tag. Das sind neun Tonnen weniger als viele andere Schiffe. 

Der geringe Treibstoffverbrauch schont nicht nur die Umwelt, sondern sorgt auch für eine bessere Auslastung und höhere Charterraten. Die Auswertungen zeigen: 

Während die Durchschnittsraten im Bereich der Handysize-Bulker derzeit auf einem Zehn-Jahres-Hoch liegen, erreicht Vogemanns erster Green Dolphin Raten, die rund 20 Prozent darüber liegen. Und das seit Ablieferung. Aufgrund der zukünftig in Kraft tretenden Vorschriften wird sich der geringe CO2-Ausstoß schon bald noch stärker auf die Charterraten auswirken. 

Nutzen Sie Ihre Chance: Mit einem Investment in den Green Ship Token der Hamburger Reederei Vogemann sichern Sie sich 8 Prozent Zinsen p.a. plus eine Gewinnbeteiligung und bewirken gleichzeitig etwas für einen verbesserten Umweltschutz und mehr Versorgungssicherheit!